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Porträt

Ein Porträt über Khimmak Biswokarma
- sozialer Aufstieg durch Bildung -

Khimmak gehört zur Kaste der Schmiede. Sein Vater war Schmied, ebenso sein Großvater. Nach hinduistischer Tradition hätte der Sohn ebenfalls Schmied werden müssen: in Nepal wird man in seine Kaste hineingeboren und kann sie lebenslang nicht wechseln. Das ist gerade für Schmiede unvorteilhaft. Ihre Kaste gehört zu den niedrigsten. Angehörige höherer Kasten dürfen sie nicht einmal berühren, nicht ihr Haus betreten, kein Wasser aus der gleichen Quelle schöpfen und schon gar nicht Essen mit ihnen teilen. Zwar gibt es in Nepal ein Gesetz, das diese Diskriminierung verbietet, doch in den ländlichen Regionen Nepals hält man es mit der Tradition.

Trotzdem hat Khimmak den sozialen Aufstieg vom diskriminierten Schmiedesohn zum angesehenen Sekundarschullehrer geschafft. Seine Schüler reden ihn heute respektvoll mit dem englischen Titel „Sir“ an. In der gesamten Region ist er als „Khimmak Sir“ bekannt. Diesen Aufstieg hat er, wie er selbst immer wieder beteuert, allein dem Nepalhilfsprojekt der Helene-Lange-Schule Wiesbaden zu verdanken.

Khimmak wurde 1973 geboren. Die sechsköpfige Familie lebte von den wenigen, dazu schlecht bezahlten Aufträgen, die sein Vater als Schmied und Tagelöhner erhielt, sowie den dürftigen Erträgen eines kleinen gepachteten Feldes. Khimmak besuchte die Grundschule in Bhandar, saß dort zusammen mit Kindern höherer Kasten - und war bester Schüler der Klasse. Doch nach der fünften Klasse begannen die Probleme. Seine Eltern konnten das Schulgeld für die Sekundarschule nicht aufbringen und mussten Khimmak von der Schule nehmen.